Seit 1596 ist Warschau die Hauptstadt Polens mit ca. 3 Mill. Einwohnern. Die Geschichte der Stadt ist sehr vielfältig und es gibt hier so viele interessante und historische Sehenswürdigkeiten wie in kaum andere Stadt in Polen. Sie gehört zu den Städten, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg sehr schnell entwickelt haben. Sie wurde während des Krieges zu 84 Prozent komplett zerstört und kurz danach wieder aufgebaut. Heute sieht man überall Investitionen, neue und moderne Architektur und wunderschöne historische Sehenswürdigkeiten, die bis heute sorgfältig restauriert und konserviert sind. Die zentrale Lage in Europa macht Warschau für ausländische Investoren noch interessanter. Politische Stabilität, gut entwickelte Kommunikationsnetze, Firmen, Gesellschaften aber vor allem die Einwohner haben aus Warschau sehr interessante und schöne Stadt geschafft. Falls man Polen Reisen plant, sollte unbedingt nach Warschau kommen um die Stadt und das Land besser kennen zu lernen. In kaum einer anderen findet man so viel Sehenswertes und lernt so schnell die polnische Geschichte kennen wie hier in der Hauptstadt. Von Deutschland und Österreich gibt es zahlreiche direkte Bahnverbindungen, sodass die Anreise mit der Bahn problemlos und schnell gehen kann. Mit dem Flugzeug kann es unglaublich günstig sein, denn es gibt immer mehr günstige Flüge von vielen verschiedenen Städten in Deutschland und falls man sich auf die Reise mit dem Auto machen möchte, kommt auch ohne Schwierigkeiten nach Warschau. Es gibt Autobahnen und Schnellstraßen.
Wenn man schon in Warschau ist, darf nicht das Königsschloss einfach auslassen und muss es unbedingt besuchen. Es ist das größte Highlight der Hauptstadt Polens. Es wurde von den Herzögen von Masowien im 13. und 14. Jahrhundert gebaut. Der Bau hat mit einem Holzgebäude und Wehrturm angefangen. Zwei andere und dazu größere Gebäuder im gotischen Stil wurden dann im 15. Jahrhundert gebaut, von denen sich nur die Mauern am Südflügel des Innenhofs erhalten haben. Kurz nach 1400 wurden die Schlossgärten im Renaissancestil geschaffen. Der polnische König Zygmunt III. hat im 1596 die Hauptstadt Polens von Krakau nach Warschau verlegt und es wurde ein neues, fünfeckiges Schloss eingerichtet, wobei der Bau bis 1619 gedauert hat. Alles im Barock-Stil. Später wurde das ganze Schloss mehrfach umgebaut und es wurden neue Einrichtungen in Barock und Rokoko. Die Innenräume wurden ebenso mehrmals geändert oder restauriert. Die einzige Orginalräume der Schlossanlage sind heute die Innenräume der königlichen Bibliothek aus 1814. Die Geschichte war leider nicht gütig für das Schloss, denn es hat endgültig alle seine Funktionen gleich nach den Teilungen Polens verloren. Dazu gleich nach der Niederschlagung von Russen während des Novemberaufstande im Jahr 1831, haben die sowjetische Soldaten das Schloss geplündert und die wunderbare und wertvolle Kunstschätze nach Sankt-Petersburg gebracht. Während des Zweites Weltkriegs hat die deutsche Luftwaffe das Schloss mehrmals bombardiert, sodass es sich kaum einige Mauern retten konnten. Der Wiederaufbau hat 17 Jahren gedauert. Wie man sieht können die Polen Reisen sehr interessant sein. Nun das Königschloss ist noch lange nicht alles was man in Warschau unbedingt besuchen soll. Es gibt zahlreiche und schöne katholische, evangelische oder orthodoxe Kirchen sowie zwei original erhaltene Synagogen. Sehr zu empfehlen ist zum Beispiel die Johanneskathedrale, die älteste Kirche in Warschau. Und falls man auch Lust auf moderne Architektur hat, der findet in Warschau sehr viele Wolkenkratzer, wie unter anderem der Blue Tower oder der Kulturpalast. In der letzten Jahren entstanden zahlreiche moderne Meisterwerke, wie zum Beispiel die Goldenen Terrassen oder die neue Universitätsbibliothek. In Warschau gibt es fast 30 Theater, wovon das Theater Wielki und das Nationaltheater die größten sind. Zahlreiche Museen, Galerien und Kinos sichern jedem abwechslungsreiche Kulturerlebnisse.
Die Altstadt von Warschau wurde als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet. Hier auch findet man zahlreiche Denkmäler an Opfer von Gewaltherrschaft wie das Mahnmal des Warschauer Ghettos oder Pawiak.
Zur Stadtbesichtigung eignet sich am besten der Königsweg, der am Königsschloss beginnt. Es ist ebenso eine der längsten Repräsentationsstraßen der Welt. Auf polnisch heißt sie Trakt Krolewski und ist ca. 10 km lang. Sie führt direkt zu der Stadtresidenz Wilanow, wo der König Jan Sobieski gewohnt hat. Andere Stadtroute kann man ebenso am Königschloss anfangen und entlang der Krakauer Vorstadt spazieren. Sie führt nämlich neben dem Palast Namiestnikowski bis zum Palast Staszic und dem Krakauer Tor.
Für eine kleine Pause eignet sich am besten der älteste Warschauer Park, der schon 600 Jahre alt ist. In den Königsgärten am Schloss, mit wunderbaren Fassaden und zahlreichen Arkaden, kann man sich wunderbar erholen. Ebenso sehr empfehlenswert ist der größte Park von Warschau – Lazienki. Er wurde im 18. Jahrhundert eingerichtet und befindet sich an den Ujazdowski Alleen.
Egal ob man nach Warschau, Lodz oder Krakau fährt, die Polen Reisen bringen zahlreiche und wunderschöne Erlebnisse.